Die Stiftung BaselMedia stellt die Weichen für die Zukunft von Telebasel. Ab 2028 fällt ein zentraler Finanzierungsbeitrag aus dem Kabelnetz weg. Gleichzeitig verändern sich die Medienmärkte rasant. Für BaselMedia ist klar: Die Zukunft des Basler Lokalfernsehens muss jetzt neu gedacht und gemeinsam getragen werden.
Heute finanziert Telebasel sein Programm aus einer Kombination von Gebühren, Werbung und Beiträgen aus dem Kabelnetz (siehe Infobox). Mit dem Wegfall der Kabelnetzgelder entsteht ab 2028 eine Finanzierungslücke von rund 1.5 Millionen Franken jährlich. Diese Herausforderung ist real – und zugleich eine Chance, Telebasel breiter und nachhaltiger in der Region zu verankern. Telebasel bleibt, wenn die Region mitträgt.
Drei Hebel für die Zukunft
BaselMedia setzt dabei auf eine klare Strategie. Unter der Leitung von Nicolas Bieri, ehemaliger Redaktionsleiter und Stv. Chefredaktor, arbeitet der neue Bereich «New Business» gezielt an neuen Finanzierungs- und Partnerschaftsmodellen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Institutionen und regionalen Akteuren auszubauen.
Gleichzeitig stärkt BaselMedia die Verankerung in der Region durch den Aufbau eines Community-Netzwerks, das Telebasel ideell und finanziell mitträgt.
Nicht zuletzt geht es für BaselMedia auch darum, Organisation und Angebote konsequent weiterzuentwickeln.
Für Telebasel-CEO Sandra Ziegler steht fest: «Formate wie Schnitzelbängg, FCB total oder die Tattoo Parade zeigen, was Telebasel für die Region bedeutet. Damit das auch in Zukunft so bleibt, braucht es jetzt breite Unterstützung aus der Region.»
Jetzt ist die Region gefragt
Mit der Initiative «Lueg nid nur zue, trag mit!» lädt BaselMedia Bevölkerung, Unternehmen und Institutionen ein, gemeinsam Verantwortung für das regionale Fernsehen zu übernehmen.
Telebasel steht für unabhängigen Videojournalismus, für verlässliche Information, für Nähe zu Menschen, Vereinen und Kultur – und für die Sichtbarkeit dessen, was Basel bewegt. Damit das so bleibt, braucht es jetzt breite Unterstützung aus der Region.
Als Partner oder Förderer können alle Telebasel konkret mittragen – sei es durch einen Beitrag zur Community-Initiative oder durch ein institutionelles Engagement für ein starkes Basler Lokalfernsehen.
Regionaler Service public steht vor einem Wandel
Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, wie lokale Medien in der Schweiz künftig finanziert und getragen werden. BaselMedia bringt sich aktiv in diese Diskussion ein, mit dem Ziel, selbst ein tragfähiges und zukunftsfähiges Modell zu entwickeln.
Denn: Regionale Medien sind kein Nice-to-have – sie sind zentral für Zusammenhalt, Demokratie und Identität einer Region.
| Infobox «Kabelnetz-Gebühren» |
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| Das Kabelnetz Basel gehört eigentumsmässig seit dem 1. Januar 1998 für eine feste Dauer von 30 Jahren der Stiftung BaselMedia. Das Eigentum geht am 1. Januar 2028 unbeschwert an Sunrise UPC über. |
| Sunrise UPC betreibt, unterhält und bewirtschaftet das Kabelnetz Basel auf eigenes Risiko und auf eigene Rechnung. |
| Sunrise UPC leistet der Stiftung BaselMedia bis 2027 jährlich einen inflationsindexierten Grundbetrag von CHF 1.5 Millionen. Die Stiftung verwendet diese Zahlungen grundsätzlich für die Finanzierung des Basler Regionalfernsehens. |
| Zur Verwirklichung des Vertragszwecks unterstützen sich die Stiftung BaselMedia und Sunrise UPC gegenseitig. Im Besonderen wirkt die Stiftung BaselMedia im Rahmen ihrer Möglichkeiten und unter Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen Aspekte mit, bei der Festlegung des Programmangebots im Radio- und Fernsehbereich im Verbreitungsgebiet des Kabelnetzes Basel. |
| Infobox «BAKOM-Gebühren decken 24 Minuten Programm» |
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| Telebasel produziert täglich rund eine Stunde Programm. Dieses setzt sich zusammen aus 40 Prozent News, 40 Prozent Magazine und 20 Prozent Sondersendungen (Fasnacht, Tattoo Parade usw.). Das deckt sich nahezu eins zu eins mit der BaselMedia Finanzierungsstruktur: rund 40 Prozent stammen aus Gebührengeldern des BAKOM, 60 Prozent finanziert Telebasel mit Hilfe von Werbegeldern und der Kabelnetz-Gebühren. Heisst: Die Gebührengelder des BAKOM reichen, um 24 der gesamthaft 60 Programmminuten zu finanzieren. |